10 Jahre EC Kassel Fanclub Reinhardshagen e.V.

 

2007 feierte der EC Kassel Fanclub Reinhardshagen sein zehnjähriges Bestehen.
Die ehemals kleine Schar hat heute ihren festen Platz im Vereinsleben der Gemeinde.

 

Nicht nur Rockbands beginnen ihre Laufbahn bisweilen in einer Garage. Auch die Geschichte des EC Kassel Fanclub Reinhardshagen nahm 1997 dort ihren Anfang. Doch der Reihe nach: "Fans des Kasseler Eishockeys gab es hier schon einige Jahre vorher", erzählt der erste Vorsitzende Christian Bolte, "Ein gutes Dutzend nahm jedes Heimspiel mit und war Stammgast in der Eishalle".
 

1994 wurden die Kassel Huskies erstklassig und spielten in der DEL. Das hat dem Interesse an der rasanten Puckjagd Auftrieb gegeben, 1997 folgte mit dem Gewinn der Vizemeisterschaft ein weiter Höhepunkt. Damals gab es mehrere aktive Fanclubs, zu denen auch die Reinhardshäger Eishockeybegeisterten Kontakte pflegten. Irgendwann war klar: Um richtig am Fanclubleben teilnehmen zu können, muss auch an der Weser ein waschechter Fanclub her.

Der Entschluss wurde am 24. Juli 1997 in die Tat umgesetzt. Eine Geburtstagsfeier in einer Garage wurde spontan zur Gründungsversammlung des EC Kassel Fanclub Reinhardshagen umfunktioniert.


Gründung 1997 in "Ingos Garage"


Mit 7 Gründungsmitgliedern begann vor 10 Jahren die Vereinsgeschichte. Zum Fanclubleben der ersten Jahre gehörten die lautstarke Unterstützung der Huskies, Fantreffen und Vereinsfeiern. 1999 führte die erste gemeinsame Auswärtsfahrt in die Köln-Arena. "Rund 2500 Huskiefans waren damals nach Köln gereist und sorgten für eine bombastische Stimmung", berichtet Bolte. "Mit einer so genannten Raupe, einer Art Gänsemarsch auf Knien, sind wir damals durch die ganze Arena marschiert und haben sicher einen bleibenden Eindruck hinterlassen", amüsiert er sich noch heute.

 

Rund 25 Mitglieder zählte der Fanclub im Jahr 2001. Erstmals wurde ein Vorstand gewählt, um die Aktivitäten ein wenig zu koordinieren. Vor und nach den Spielen traf man sich im Vereinslokal, wo eine große Pinnwand von den gemeinsamen Unternehmungen zeugte. "Die zunehmende Präsenz in der Gemeinde hat mit Sicherheit das Interesse vieler Reinhardshäger am Kasseler Eishockey geweckt", ist sich Bolte heute sicher. Auf dem Eis sorgten die Huskies mit dem mehrfachen Erreichen der spannenden Play-Offs, der Meisterschaftsendrunde, für einen Eishockey-Boom. Mit einer Play-Off-Party, auf der auch die Profispieler Sebastian Jones und Markus Guggemoos zu Gast waren und reichlich Autogramme gaben, holte der Fanclub 2001 echtes DEL-Feeling an die Weser.

    
 

Der Eintrag ins Vereinsregister erfolgte im Jahr 2002. In seinem zehnten Jahr zählt der EC Kassel Fanclub Reinhardshagen e.V. mit 85 Mitgliedern zwischen 18 und 65 Jahren zu den mitgliederstärksten Huskie-Fanclubs. Die meisten wohnen in der Wesergemeinde, einige kommen aus dem Landkreis und Hann. Münden.


Reiselustig: Auswärtsfahrten und WM-Besuche


Für die regelmäßigen Auswärtsfahrten wird üblicherweise ein Bus gechartert und schon während der Fahrt beginnt mit Fangesängen die Einstimmungsphase auf die bevorstehende Partie. Eine eigene Fanclub-Kollektion mit Trikots, T-Shirts, Mützen und Schals sorgt dafür, dass die Huskiefans von der Weser schon aus der Ferne nicht zu übersehen sind. "Zur Zeit sind die Auswärtsziele jedoch sehr weit entfernt", klagt der erste Vorsitzende. Durch den bitteren Abstieg in die zweite Liga und den nur knapp verpassten Wiederaufstieg seien viele Gegner hinter dem Weißwurstäquator beheimatet und die Fahrten dorthin sehr weit. Auch aus diesem Blickwinkel werde ein Wiederaufstieg in die DEL heiß ersehnt.

 

Nicht nur die Kassel Huskies, auch das deutsche Eishockey Nationalteam findet in den Reinhardshäger Fans ihre Unterstützer. Fahrten zu den Länderspielen der DEB-Auswahl beim Deutschland-Cup in Hannover gehören inzwischen fest ins Programm. Den Besuch der Weltmeisterschaft 2004 in Prag erlebte Christian Bolte als "internationale Eishockeyparty, die noch lange in Erinnerung bleiben wird". Ein Jahr später ging es zur WM nach Wien, während die geplante WM-Reise des Fanclubs nach Lettland ausfallen musste. Das deutsche Team war vorübergehend in die internationale B-Klasse abgestiegen und nicht mit dabei. Große Aufregung herrscht bereits jetzt bei den 16 Teilnehmern des kommenden WM-Besuchs. Im Frühjahr 2008 geht es für zwei Wochen in die Eishockeynation Kanada. Seit mehreren Jahren haben einige der Teilnehmer gespart, um sich dieses Event nicht entgehen zu lassen.


Fanclub-Veranstaltungen


Auch abseits der Eisflächen kommt bei den Huskiefans keine Langeweile auf. Zahlreiche Unternehmungen füllen den Terminkalender. Zu den traditionellen Vereinsveranstaltungen gehören Weihnachtsfeiern, Sommerfeste, Schlauchboot-Touren auf der Weser oder Kegelabende. Bereits zum dritten Mal richteten sie in diesem Jahr gemeinsam mit ihrem Vereinslokal das Hof-Fest aus. Beim "Lucky Shot", einem selbstgebauten Zielschiessen mit Puck und Kelle, konnten die Gäste unter anderem eine Fahrt zum Deutschland-Cup nach Hannover gewinnen. Und die "blau-weißen Tanztornados", eine vereinsinterne Männertanztruppe, haben mit ihren Auftritten beim Reinhardshäger Karneval schon mehrfach das Publikum zum Toben gebracht.

 

 

Der erste Vorsitzende Christian Bolte zum Selbstverständnis des Vereins: "Wir fahren zweigleisig. Einerseits sind wir natürlich ein Fanclub der Kassel Huskies, gehören mit unseren Aktivitäten inzwischen aber auch zum Reinhardshäger Vereinsleben und werben auf diese Weise für den tollen Eishockeysport in unserer Region."